Verlust, Einsamkeit und Schmerz: „Audition“ von Takashi Miike
Caste dir die Frau fürs Leben. Takashi Miikes Romanverfilmung von Ryû Murakami ist einzigartig, hat eine eigene Ästhetik des Schreckens und ist ein Meilenstein.
- Publiziert in Film
Caste dir die Frau fürs Leben. Takashi Miikes Romanverfilmung von Ryû Murakami ist einzigartig, hat eine eigene Ästhetik des Schreckens und ist ein Meilenstein.
Takashi Miikes Literaturverfilmung folgt einem Psychopathen durch den Alltag einer japanischen Schule und zeigt die dunkle Seite der Gesellschaft. Bis zum blutigen Ende.
Die Sektion einer unbekannten jungen Frau fördert bizarre Befunde zu Tage und mündet schließlich in einem viel größeren Schrecken, der zum Überlebenskampf wird.
Attraktive, junge Frauen in Unterwäsche eingepfercht in einen heruntergekommenen Raum. Immer wieder kommt ein Maskierter, der einer die Kehle durchschneidet.
In dieser Paul-Logan-One-Man-Show trifft plumper, kruder Horror auf einen an Rambo erinnernden Ex-Soldaten, der sich durch Massen von Inzest-Kannibalen tötet.
Der zweite Teil der ursprünglichen Aliens-Comic-Trilogie setzt verstärkt auf Spektakel und Wahnsinn. Deutlich anders als der erste Teil, aber dennoch lesenswert.
„Die Normalsten sind die Kränkesten. Und die Kranken sind die Gesündesten. Das klingt geistreich oder vielleicht zugespitzt. Aber es ist mir ganz ernst damit, es ist nicht eine witzige Formel. Der Mensch, der krank ist, der zeigt, daß bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, daß sie in Konflikt kommen mit den Mustern der Kultur und daß sie dadurch, durch diese Friktion, Symptome erzeugen. […] sehr viele Menschen, das heißt, die Normalen, sind so angepaßt, die haben so alles, was ihr eigen ist, verlassen, die sind so entfremdet, so instrumente-, so roboterhaft geworden, daß sie schon gar keinen Konflikt mehr empfinden.“
– Erich Fromm