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Film, Serie & mehr

„Scherzo Diabolico“ von Adrián García Bogliano

Kunstvoller Entführungsthriller, der seine Kraft und Ästhetik einem platten Ende opfert

Aram (Francisco Barreiro) ist ein armes Schwein, das fleißig in einer Kanzlei buckelt. Leider nur, um zwielichtige Gestalten aus ihren Miseren herauszuboxen und ohne jemals auch nur eine Überstunde bezahlt zu bekommen. Und kaum ist er endlich daheim, beginnt das Nörgeln der Ehefrau, die er auch schon länger nicht mehr nackt gesehen hat. Das treibt Aram in die Arme einer Prostituierten. Nicht nur dort scheint er zu grübeln. Etwas bewegt ihn, formt sich in ihm heran. Ein Plan, der sein Leben ändern soll: die Entführung einer Schülerin.

„Under the Shadow“ von Babak Anvari

Iranisches Horrordebüt: die Heimsuchung einer zweifelnden Mutter

Teheran in den 80ern: Krieg wälzt sich träge, aber stetig der Metropole entgegen, Nachrichten über sein Näherrücken häufen sich, mehr und mehr Menschen suchen andernorts Zuflucht. Aber Shideh bleibt (Narges Rashidi). Die junge Mutter will ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben, indem sie bei Verwandten einkehrt. Zugleich ist sie in der Hochhauswohnung wie eingesperrt mit ihrer Tochter Dorsa (Avin Manshadi). Durch die Karriere als Ärztin hat das restriktive System einen Strich gemacht und sie der Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Arbeitsleben beraubt. Dabei ist Shideh eine toughe und intelligente, dem Westen zugewandte Frau, die ihre Aerobic-VHS von Jane Fonda frech vor Regime und angepasster Nachbarschaft verborgen hält, wie notgedrungen auch sich selbst. Und dann der Streit mit dem Gatten (Bobby Naderi): Ob es ohne Medizinstudium nicht ohnehin besser wäre? Ob sie daheim nicht gut aufgehoben sei? Dann, als die Sirenen heulen, Bombengefahr! Der Krieg hat Teheran erreicht. Aber nicht nur der kommt aus dem Himmel, auch das Böse ist mit den Winden gereist und nistet sich ein in Shidehs vier Wänden, wo es Zwietracht säen will.

„Green Room“ von Jeremy Saulnier

Aus der Hölle gibt es keinen Ausweg.

Ein „Green Room“ ist ein Raum, in dem Bands oder andere Künstler sich auf einen Auftritt vorbereiten. Der titelgebende Raum wird zu einer Todesfalle für die tourenden Hardcore-Punker „The Ain’t Rights“, als diese in einem abgelegenen Club in Oregon aufspielen. Nicht genug, dass der Ort von amerikanischen Neo-Nazis wimmelt, die Mitglieder der Band werden auch Zeuge davon, dass im Green Room eine junge Frau erschossen wird. Der Green Room wird zu einem Gefängnis, denn es gibt nur einen Weg raus und hinter der Tür lauern Nazis, die darauf warten, die Bandmitglieder aus dem Weg zu räumen. Ebenfalls im Green Room eingesperrt, ist Amber (Imogen Poots), die eigentlich zu den Leuten aus dem Club gehört, doch nun ebenfalls in Lebensgefahr schwebt. Unterdessen wird Darcy (Patrick Stewart) informiert, ein niederträchtiger Mann ohne Gewissen und Anführer des lokalen Naziclubs. Unter den Neonazis hat er eine Organisationsstruktur geschaffen, die auf Respekt und Vertrauen basiert und ihm Befehlsgewalt über alle anderen gibt.

Kustwerk des Schreckens: "The VVitch"

Erwartet werden sollte das Unerwartbare. In Robert Eggers Regiedebüt ist vieles anders, als es der Trailer vermuten lässt. Dennoch ist The VVitch ein intensives Horrorerlebnis, ein besonderes sogar.

„Kingsglaive: Final Fantasy XV“ von Takeshi Nozue

Phantastisches Popcorn-Kino mit sagenhafter CGI-Optik

Verschiedener könnten Lucis und Niflheim nicht sein: das eine Land ist ein magisches Königreich, das seit Urzeiten durch einen Kristall beschützt wird, das andere ein hochtechnisiertes Imperium mit futuristischem Kriegsgerät. Mit den kommenden Friedensverhandlungen zeichnet sich erstmals das Ende des immerwährenden Krieges zwischen den zwei Reichen ab. Doch der Ritter Nyx Ulric wittert einen Komplott, der, im Verborgenen geschmiedet, bis in die Reihen der Königsgarde von Lucis reichen könnte – bis hinein in die Kingsglaive, deren stolzes Mitglied Nyx ist.

„Shrew’s Nest“ von Juanfer Andrés und Estaban Roel

Intensives Kammerspiel des Grauens mit bluttriefendem Finale

Zu Recht hat Shrew’s Nest den ersten Platz im Wettbewerb um den Publikumspreis des Fantasy Filmfestes gemacht, viel zu dicht gefolgt von dem überschätzten Crowd-Pleaser Turbo Kid. Denn das Regiedebüt von Juanfer Andrés und Estaban Roel ist ohne Frage ein Meisterwerk, das auf der engen Bühne einer Wohnung im Mehrfamilienhaus einen Horror-Thriller um Sadismus, Misshandlung und Wahnsinn entfacht. In jener Wohnung, die noch zum Schauplatz eines blutigen Kammerspiels werden soll, lebt gemeinsam mit ihrer viel jüngeren Schwester die verbitterte Montse (Macarena Gómez), die seit zwei Jahren keinen Schritt mehr vor die Tür gewagt hat. Die Außenwelt ängstigt sie, genauso wie Männer im Allgemeinen, die nichts als Unheil bringen – so wie ihr Vater, der sie nicht nur misshandelte.

„Infini“ von Shane Abess

Dieser Psycho-Thriller im Sci-Fi-Gewand manifestiert in der beklemmenden Enge einer Raumstation die Abgründe menschlichen Wahnsinns. Spannend und gut erzählt!

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Unter anderem auch das . . .

„Phantastik, auch Fantastik, ist ein literarischer Genrebegriff, der in Fachkreisen sehr unterschiedlich definiert wird. Außerwissenschaftlich bezeichnet der Begriff „fantastisch“ alles, was unglaublich, versponnen, wunderbar oder großartig ist. Der Ursprung des Begriffs „phantastische Literatur“ ist ein Übersetzungsfehler: E. T. A. Hoffmanns „Fantasiestücke in Callots Manier“ wurden 1814 als „Contes fantastiques“ ins Französische übersetzt, statt richtigerweise als „Contes de la fantaisie“.“

– Wikipedia