log in

Film

„Eclipse – Kampf der Magier“, ein romantisches Märchen im Jetzt

DVD-Cover (Ausschnitt) Tiberius Film DVD-Cover (Ausschnitt)

Eine russische Liebesgeschichte über einen Frauenheld, der im Fernsehen versehentlich seine wahre Liebe verflucht und dann versucht, die Konsequenzen umzukehren.

In Kürze: 250 Wörter über…

Aleks (Alexander Petrov) ist ein cleveres Kerlchen. Der Angestellte bei einem TV-Sender mogelt sich so durchs Leben und erobert dabei so manche Frau. Doch Kristina (Ekaterina Kabak), die Sendungsleiterin von „Duell der Magier“, einer unglaublich erfolgreichen Fernsehshow, will Aleks für sich. Einer der Magier wird von ihr beauftragt, Aleks mit einem Liebeszauber zu belegen, damit er sie für immer liebt. Doch dann kommt alles ganz anders. Durch den Ausfall eines Kandidaten direkt vor der Show muss Aleks in dessen Kostüm schlüpfen und auf die Bühne. Dabei verflucht er versehentlich Tanya (Diana Pozharskaya), die ihn nach einem Unfall aus dem Auto gezogen und versorgt hat. Sie ist Aleks‘ wahre Liebe, doch nun ist sie verflucht, auf ewig einsam zu sein. Alle in ihrem Umfeld sehen in Tanya zunehmend das, wovor sie sich am meisten fürchten.

Der Film von Artyom Aksenenko ist eine klassische romantische Komödie, die immer wieder ins Phantastische entrückt wird. Unsere Welt kollidiert mit zwei Magiern, die das handlungsführende Pärchen lediglich als Figuren in ihrem intriganten Spiel nutzen. Das ist die zweite Ebene des Werkes, die Eclipse – Kampf der Magier zu einem interessanten Film werden lässt. Dabei nimmt sich das Werk und seine Figuren nicht zu ernst und weiß dadurch zu unterhalten.

Eclipse – Kampf der Magier sticht nicht aus der Masse hervor, aber unterhält gut durch seine spezielle Form einer bekannten Erzählung. Der Film bedient viele Klischees, ist aber auch dadurch an mancher Stelle lustig anzusehen. Ein kurzweiliger Spaß, der aber nicht lange im Gedächtnis bleibt.

Trailer Eclipse – Kampf der Magier

Infokasten

„Eclipse – Kampf der Magier“ (OT: „Zatmenie“)

Regie: Artyom Aksenenko

Drehbuch: Oleg Sirotkin

Produktion: Kinodanz

Verleih: Tiberius Film

Laufzeit: 90 Minuten

Russland 2016

Letzte Änderung amMittwoch, 13 Februar 2019 14:20
Thomas Heuer

Dr. phil. Medienwissenschaft

Forscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

Forschungsfelder: Immersionsmedien, Horror, vergleichende Mediendramaturgien, Game Studies, Medienethik und -philosophie

Abschlüsse: Medienwissenschaft M. A., Multimedia Production B. A., Facharbeiter Kommunikationselektronik

Schreibe einen Kommentar

Unter anderem auch das . . .

„Die Normalsten sind die Kränkesten. Und die Kranken sind die Gesündesten. Das klingt geistreich oder vielleicht zugespitzt. Aber es ist mir ganz ernst damit, es ist nicht eine witzige Formel. Der Mensch, der krank ist, der zeigt, daß bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, daß sie in Konflikt kommen mit den Mustern der Kultur und daß sie dadurch, durch diese Friktion, Symptome erzeugen. […] sehr viele Menschen, das heißt, die Normalen, sind so angepaßt, die haben so alles, was ihr eigen ist, verlassen, die sind so entfremdet, so instrumente-, so roboterhaft geworden, daß sie schon gar keinen Konflikt mehr empfinden.“

– Erich Fromm