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Hörspiele & -bücher

„Mark Brandis Raumkadett, Folge 8: Mondschatten“

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Das hier ist eine besondere Folge, denn Mondschatten ist eine richtungsweisende Episode. Auf zwei Ebenen steht Veränderung im Fokus, besonders für Mark Brandis.

Im Januar meldete sich die Prequel-Hörspielreihe zu Mark Brandis mit Laurin eindrucksvoll zurück. Nachdem Mark Brandis (Daniel Claus) und Alec Delaney (Sebastian Kluckert) von ihrem unvorhergesehenen Einsatz in einer Kriegsregion zurückgekehrt sind (Folge 7 Laurin), hört Mark noch immer die Stimme von Alec in seinem Kopf. Die Echos der Verschmelzung setzen Mark nachhaltig zu, Alec hingegen scheint einem solchen Phänomen nicht zu unterliegen. Die jungen Fähnriche werden auf eine Übungsmission geschickt, bei der diese ein Manöver ausführen sollen. Bei diesem messen sich die angehenden Raumfahrer der Vega-Akademie mit Jungkadetten der Raumflotte. Was als Wettbewerb beginnt, wird für Mark zu einer persönlichen Sache. Bei den Jungkadetten ist Marks erste Liebe, Nina (Sarah Alles), für die er vor sechs Jahren in eine Sendestation eingebrochen ist. Seine Gefühle sind erneut entflammt, als die angehenden Raumfahrer in eine Falle geraten.

Mondschatten ist eine richtungsweisende Episode. Auf zwei Ebenen steht hier Veränderung im Fokus. Zum einen muss Mark Brandis sich mit einer unerfüllten Liebe auseinandersetzen, zum anderen ist der Frieden der Welt in Gefahr. Am Ende dieser Episode ist nichts mehr so, wie es war und die Spannung befindet sich auf dem Siedepunkt. Neben der gewohnt guten technischen Qualität ist in der zweiten Staffel der Serie auch ein narratives Konzept spürbar, welches sich bereits in Laurin angedeutet hat. Die Erzählung ist durchdacht und die Konflikte sind mehrschichtig, wodurch die Figuren glaubwürdig mit neuen Situationen konfrontiert werden.

Wenn Mark Brandis Raumkadett die Qualität der ersten beiden Folgen der zweiten Staffel halten kann, wird dies wohl eine der besten Hörspielreihen des Jahres werden. Mondschatten ist spannend und einfühlsam zu gleichen Teilen. Laurin und Mondschatten bereiten große Veränderungen vor, bei denen wohl auch der ein oder andere Charakter über die Klinge springen könnte. Diese narrative Konsequenz ist, was auch schon die ursprüngliche Mark-Brandis-Hörspielreihe ausgezeichnet hat.

Letzte Änderung amFreitag, 18 August 2017 17:05
Thomas Heuer

Medienwissenschaftler M.A., Multimedia Production B.A., Horrorforscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

 

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„Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt.“

– Wikipedia