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„Night of the Living Deb“, eine romantische Komödie mit Zombies

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Wer Komödien, Romanzen und Zombies mag, sowie eine taffe Frau mit schrägem Benehmen als Hauptfigur, der wird Spaß an dieser Zombie-Apokalypse haben.

In Kürze: 250 Wörter über…

deb1Night of the Living Deb, dieser Titel ist nicht nur eine humorige Referenz an den viel zitierten und noch viel öfter variierten Titel von George Romeos Klassiker Night of the Living Dead, der das Zombie-Genre in der heutigen Form begründet hat. Der Titel beinhaltet zudem die Essenz dieser Horrorkomödie: In der einen Nacht, in der die wenig erfolgreiche Deb Clarington (Maria Thayer), endlich einmal zu leben beginnt, sterben alle übrigen der Stadt, nun ja: fast alle. Wer noch überlebt hat, ist Ryan Waverly (Michael Cassidy), mit dem sie zur Abwechslung zu flirten gewagt hat und daraufhin am nächsten Morgen verkatert bei ihm erwacht. Ob etwas zwischen ihnen gelaufen ist? Wer weiß, jedenfalls Ryan will sie schnellstmöglich loswerden. So recht verstehen die Zwei sich auch nicht, obwohl Deb ziemlich in ihn verschossen ist. Ryan ist Saubermann und Gutmensch, der gegen seinen Vater rebelliert, währen Deb eher chaotisch, laut und ungewöhnlich schräg ist – aber dabei durchweg sympathisch. So ungleich das Gespann auch ist, die plötzliche Apokalypse fesselt sie an einander.

Eine romantische Komödie mit Zombies: das ist Night of the Living Deb. Diese lebt sowohl von den witzigen Dialogen zwischen Deb und Ryan als auch von den skurrilen Eigenheiten aller Figuren. Ein wenig derber Humor und teils absurde Situationskomik sind auch dabei, dazu ein, zwei Spritzer Splatter. Insgesamt ein Feel-Good-Movie mit einer taffen Frau als Hauptfigur, deren (Un-)Art man mögen muss, damit einem dieser Film gefällt. Ebenso brennend sollten einen die Antworten auf die folgenden Fragen interessieren: Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Und weil die Zombies hungrig sind: Werden sie es auch überleben?

Trailer zu Night of the Living Deb

Infokasten

„Night of the Living Deb“

Regie: Kyle Rankin         

Drehbuch: Andy Selsor

Laufzeit: 85 Minuten

Produzent: Cocksure Entertainment

Verleih: Tiberius Film

USA | 2015

Veröffentlichung auf dem deutschen Markt am 07.12.2017 (DVD/Blu-Ray/Digital)

Letzte Änderung amDonnerstag, 07 Dezember 2017 10:04
André Vollmer

Schriftsteller, Philologe und Journalist (Germanistik & Skandinavistik, M.A.)

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