log in

Metablog

Rätsel der Spielgeschichte: Was, ein Wal in der Wüste!?

WTF! Ein Wal in den Wastelands? WTF! Ein Wal in den Wastelands?

Kulturelle Referenzen in Fallout

Lange Zeit hatte ich keinen blassen Schimmer, was mir die zufällige Begegnung mit einem Walkadaver inmitten der Endzeit-Wüste von Fallout 2 sagen sollte. Eine unwahrscheinlichere Entdeckung schien ja nicht möglich. In meinem jugendlichen Leichtsinn durchforstete ich den Norden der Wastelands auf Hinweise, wer oder was bitte den armen Wal dorthin verfrachtet hatte. Vergeblich. Bis ich dann Jahre später Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams in die Finger bekam und blitzmerkte, dass es sich um eine Referenz zu diesem Roman handeln muss. Dort nämlich aktiviert der gute Arthur Dent für einen Moment den Unwahrscheinlichkeitsdrive, woraufhin sich die zwei auf sein Raumschiff zuschießenden Raketen in einen Pottwal und einen Petunientopf verwandeln. Walfisch und Gewächs fallen von der Gravitation eines fremden Planeten angezogen in die Tiefe, um dort schließlich auf dem Grund zu zerschellen. Als wäre das nicht absurd genug, lässt Adams seinen Leser außerdem an den philosophischen Gedanken eines Wals teilhaben, der nur sehr kurz leben sollte…

Aber immerhin: Rätsel gelöst! Überhaupt strotzt die Fallout-Serie nur so vor kulturellen Referenzen, wie auch diese eindrucksvolle Liste belegt. Man denke nur an die Anbetung der Atombombe im dritten Teil, die doch stark an Beneath the Planet of the Apes errinnert, wo ein Mutantenkult eine derartige Bombe als heilige Waffe des Friedens anhimmelt.

Letzte Änderung amMittwoch, 16 August 2017 12:11
André Vollmer

Schriftsteller, Philologe und Journalist (Germanistik & Skandinavistik, M.A.)

Schreibe einen Kommentar

Unter anderem auch das

„Unbestreitbar führt das Internet auch zu positiven Veränderungen. Das Negative besteht meiner Meinung nach darin, dass das Internet zu Oberflächlichkeit verleitet, zu spontanen Reaktionen, hinter denen kein langes Nachdenken steckt: Ich habe etwas gelesen, und sofort twittere ich dagegen oder darüber, und dann womöglich auch noch in falscher Grammatik.“

 

Helmut Schmidt im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo (2012) im Zeit Magazin Nr. 17 vom 19.04.2012, S. 57