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Zukunftsmuseum Nürnberg

Empfehlung Pressebild Quelle: Website des Deutschen Museums Nürnberg Pressebild

Fünf Ausstellungen präsentieren die Gegenwart und Zukunft der Technik und Naturwissenschaft in Gegenüberstellung zu kulturellen Einflüssen der Science-Fiction.

Veranstaltungstipp

Das Zukunftsmuseum in Nürnberg ist am vergangenen Freitag feierlich eröffnet worden und kann seit dem Wochenende besucht werden. Fünf Ausstellungen beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung der Technik und den Herausforderungen, die diese Entwicklungen an unsere Gesellschaft stellen. Jede Ausstellung befasst sich mit einem der fünf Themengebiete „Arbeit und Alltag“, „Körper und Geist“, „System Stadt“, „System Erde“, „Raum und Zeit“. Zudem soll es Mitmach-Stationen geben und prototypische Exponate. Laut Selbstbeschreibung will das Museum die Gegenwart und Zukunft von Technik und Naturwissenschaften präsentieren. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends sollen kulturellen Einflüssen aus der Science-Fiction gegenübergestellt und hinterfragt werden.

Vieles klingt tatsächlich nach Science-Fiction zum Anfassen. In der Ausstellung „Körper und Geist“ geht es unter anderem um alte Menschheitsträume: die Überwindung der Krankheiten, kein Altern mehr und ewiges Leben, aber auch um genmanipulierte Babys und die Verschmelzung von Mensch und Maschine. Die Ausstellung „Raum und Zeit“ handelt unter anderem von Asteroiden als Rohstoffquelle, der Besiedelung des Mars und dem Vordringen in ferne Galaxien.

Wenn das Museum Zukunftsprojektionen und Visionen abbildet, die auf der aktuellen Realität fußen, wäre das sehr informativ und inspirierend. Dass es ein solches Museum überhaupt gibt und Themen behandelt, die vor 20 Jahren noch wie pure Science-Fiction geklungen hätten, zeigt, wie sehr die Projektionen dieses Genres durch den technologischen Fortschritt realitätsfähig und sogar -bildend geworden sind. Ein Besuch im Deutschen Museum Nürnberg – so heißt das Zukunftsmuseum ganz genau – ist also nicht nur ein Technikspektakel oder abseitige Fantasterei, sondern kann durchaus eine erwägenswerte Möglichkeit sein, sowohl das eigene Denken und Fühlen als auch die Vorstellungskraft auf die stetig näher rückende Zukunft vorzubereiten. Wie ergiebig das tatsächlich wird, hängt von der Qualität der Ausstellungen ab. Ein Besuch steht für uns noch aus. Doch die Ausstellungsbeschreibungen auf der Museumswebsite lesen sich schon so, also würden die Ausstellungen ihre Themen ambivalent betrachten, also Pro und Contra der neuen Technologien darstellen.

Infokasten

„Deutsches Museum Nürnberg“

Internetseite des Museums: https://www.deutsches-museum.de/nuernberg

Bildrechte: Die Bilder dieses Artikels sind Ausschnitte aus dem besprochenen Medieninhalt. Deren Rechteinhaber können Sie dieser Infobox entnehmen.

Letzte Änderung amFreitag, 24 September 2021 21:03
André Vollmer

Schriftsteller. Forscher. Phantast. Am Meer geboren. Gründer von Mellowdramatix.

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„Horror ist eine Gattung der Phantastik, in deren Fiktionen das Unmögliche in einer Welt möglich und real wird, die der unseren weitgehend gleicht, und wo Menschen, die uns ebenfalls gleichen, auf diese Anzeichen der Brüchigkeit ihrer Welt mit Grauen reagieren.“ – Hans. D. Baumann: Horror. Die Lust am Grauen. Weinheim 1989, S. 109.

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