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„Hell is where the home is“: Home Invasion mal anders

Filmausschnitt The Festival Agency Filmausschnitt

Eines der düstersten Subgenres des Horrors hat ein neues Glanzlicht. Ein bitterböser, angenehm verspielter und durchtriebener Home-Invasion-Horror.

In Kürze: 250 Wörter über…

Mal eben für ein Wochenende verreisen. Die Sorgen und Probleme des alltäglichen Lebens hinter sich lassen und einfach mal entspannen. So sollte ein Kurzurlaub sein. Das per Internet gemietete Haus mitten in der Wüste steht sehr abgelegen, bietet wunderbare Aussicht und ist fernab jeder Zivilisation. Zwei Paare machen hier Urlaub, beziehungsweise Party mit Sex, Drugs & EDM. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der Umstand, dass die Besitzer in Hast aufgebrochen zu sein scheinen, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Die Villa gehört eigentlich einem Fotografen-Paar, dass dort auch eine eigene Dunkelkammer besitzt.

Zunächst ist alles super. Die Stimmung ist bestens, doch scheint über allem ein dunkler Schatten zu schweben. Relativ schnell offenbaren sich erste Risse in den Beziehungen der beiden Paare. Die Stimmung beginnt zu kippen und dann klingelt es an der Tür. Davor steht eine ältliche Frau, die sich als eine Nachbarin vorstellt, die mit dem Auto liegengeblieben ist. Aufgrund der Drogen im Haus und dem bereits Eingeworfenen könnte die Situation eskalieren. Das Spannungsfeld bleibt hierbei lange in einer Schwebe, die in verschiedene Richtungen entfaltet werden könnte. Irgendwo zwischen Home-Invasion und einer ernsten Version von Very Bad Things bleibt viel Raum für die Figuren und ihre zunächst verborgenen Verknüpfungen und Geheimnisse. Hinzukommt eine externe Bedrohung, die dem Werk die letzte Prise verleiht.

Technisch und dramaturgisch gibt es an diesem überraschend heftigen Film nichts auszusetzen. Die Schauspieler überzeugen ebenfalls, sodass Hell is where the Home is zu einem gut getakteten und düsteren Horrorfilm gerät, der keinerlei Längen besitzt.

HIWTHI Plakat

Infokasten

Regie: Orson Oblowitz

Drehbuch: Corey Deshon

Produktion: Diego Hallivis, Julio Hallivis, 1inMM Productions, Hallivis Brothers Productions

Verleih: The Festival Agency, noch kein Verleih für Deutschland

Laufzeit: 88 Minuten (uncut)

USA | 2018

Veröffentlichung: Es steht kein Veröffentlichungsdatum fest.

Bildrechte: Die Bilder dieses Artikels sind Ausschnitte aus dem besprochenen Medieninhalt. Deren Rechteinhaber können Sie dieser Infobox entnehmen.

Letzte Änderung amMontag, 11 Februar 2019 16:15
Thomas Heuer

Medienwissenschaftler M.A., Multimedia Production B.A., Horrorforscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

 

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„Phantastische Literatur: ungenauer, auch missverständlicher Sammelbegriff für ein breites, auch Triviales [...] umfassendes Spektrum von Literatur. Das Phantastische erscheint in der fiktionalen oder imaginativen Literatur als vielschichtiges Phänomen.“

 Literatur Brockhaus