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Film

„Girl on the Train“ von Tate Taylor

Ausschnitt mit Titel Constantin Film Ausschnitt mit Titel

Liebe, Hass und Eifersucht bestimmen auch in der Romanverfilmung von Paula Hawkins Psychothriller die Figuren. Zunehmend wird das Schreckliche in den Menschen offenbart.

In Kürze: 250 Worte über...

Rachel (Emily Blunt) ist geschieden und trauert ihrem früheren Leben nach. Jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit kommt ihr Zug an dem Haus vorbei, in dem sie einst mit ihrem Mann glücklich werden wollte. Doch Rachel kann keine Kinder bekommen, daher hat ihr Mann Tom (Justin Theroux) sich eine andere Frau gesucht. Gemeinsam mit Anna (Rebecca Ferguson) hat er ein Kind. Um nicht immer mit ihrem Schmerz konfrontiert zu werden, spinnt sich Rachel in ihrem Kopf Geschichten um das junge Ehepaar zwei Häuser weiter zurecht (Haley Bennett und Luke Evans). Als Rachel dann beobachtet, wie die Frau ihren Mann betrügt, bricht ihre Welt zusammen. Sie steigt aus dem Zug und will die junge Frau attackieren, dann hat sie einen Filmriss. Nach diesem Abend wird die Frau vermisst. Rachel will sich erinnern und stellt somit Nachforschungen an, die sie auch selbst belasten.

Girl on the Train ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Paula Hawkins. Obwohl die Adaption nicht ganz die Intensität der Vorlage erreicht, bleibt das Werk bis zum Ende spannend. Eigentlich kann ein Roman, der aus einer Innenperspektive erzählt wird, nicht verfilmt werden, ohne das etwas von der ursprünglichen Intention verloren geht. Regisseur Tate Taylor hat es gewagt, die ersten Minuten des Werkes aus der Innenperspektive von Rachel zu inszenieren. Mit Sprache aus dem Off wird hier die Lebenssituation und die Innensicht der Protagonistin gezeigt. Das gelingt überraschend gut. Warum der Film bei vielen Kritikern negativ aufgenommen wurde, bleibt ein Rätsel, denn Girl on the Train ist ein spannender Thriller zwischen Mind-Game-Movie und wirklichkeitsnahem Horror.

Trailer Girl on the Train

Infokasten

„Girl on the Train“

Regie: Tate Taylor

Drehbuch: Erin Cressida Wilson, Paula Hawkins

Produzent: Amblin Partners, DreamWorks

Laufzeit: 112 Minuten

Verleih: Constantin Film

USA 2016

Ab 06.04.2017 im Handel auf DVD, Blu-ray und Video on Demand (VoD)

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 07 November 2019 21:34
Thomas Heuer

Dr. phil. Medienwissenschaft

Forscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

Forschungsfelder: Immersionsmedien, Horror, vergleichende Mediendramaturgien, Game Studies, Medienethik und -philosophie

Abschlüsse: Medienwissenschaft M. A., Multimedia Production B. A., Facharbeiter Kommunikationselektronik

Unter anderem auch das . . .

„Phantastik, auch Fantastik, ist ein literarischer Genrebegriff, der in Fachkreisen sehr unterschiedlich definiert wird. Außerwissenschaftlich bezeichnet der Begriff „fantastisch“ alles, was unglaublich, versponnen, wunderbar oder großartig ist. Der Ursprung des Begriffs „phantastische Literatur“ ist ein Übersetzungsfehler: E. T. A. Hoffmanns „Fantasiestücke in Callots Manier“ wurden 1814 als „Contes fantastiques“ ins Französische übersetzt, statt richtigerweise als „Contes de la fantaisie“.“

– Wikipedia

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