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Brett- & Kartenspiele

Immer wieder gut: Das Kartenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“

Cover-Artwork der Spielebox (Ausschnitt) Cover-Artwork der Spielebox (Ausschnitt)

Die Werwölfe von Düsterwald ist ein spannendes Kartenspiel für mehr als acht Spieler, das dem Rollenspiel verwandt auf Interaktion und Überzeugungskraft setzt.

In einem mittelalterlichen Dorf suchen Werwölfe nach ihrer Beute. Getarnt als einfache Bürger leben sie bei Tag unter den Einwohnern. Nachts begeben sie sich gemeinsam auf die Jagd und hinterlassen einen blutigen Tatort, ohne jedoch dabei Spuren zurückzulassen. Im Dorf steigt die Angst, wodurch die Anspannung unter den Einwohnern in Panik umzuschlagen droht. An den Tagen findet sich das Dorf zusammen, um den Täter zu lynchen.

Dieses Szenario bildet die Basis des Spiels Die Werwölfe von Düsterwald. Das bekannte und beliebte Partyspiel spielt sich am besten mit acht oder mehr Spielern. Basierend auf dem russischen Spiel Mafia, das Dimitry Davidoff 1986 entwickelte, kam das Spielkonzept erst im Fantasy-Gewand zu internationalem Ruhm. Diese Aufmachung wurde von den beiden Franzosen Philippe des Phallières und Hervé Marly im Jahr 2001 erstmals veröffentlicht.

Im Mittelpunkt des Spieles steht die Interaktion zwischen den Mitspielern. Moderiert von einem Spielleiter gibt es nun mehrere Spielrunden, in denen die Spieler unterschiedliche Rollen haben. Die Karten mit den Rollen liegen verdeckt vor den Spielenden, wodurch die Anderen nicht wissen, mit wem sie es zu tun haben. In jeder Nacht gehen die Werwölfe auf die Jagd, um ein neues Opfer zu finden. Dadurch, dass es neben Werwölfen und einfachen Dorfbewohnern noch weitere Rollen mit unterschiedlichen Eigenschaften gibt, bleibt jede Runde spannend. Ebenso bleibt das Spiel immer interessant, da alle Rollen immer zufällig vergeben werden.

Das Spielsystem von Mafia wurde nicht geschützt. Dadurch gibt es neben Die Werwölfe von Düsterwald auch weitere Spiele, welche das Spielsystem nutzen (unter anderem ein Spiel namens Werwölfe). Je nach Version gibt es das Spiel ab ca. 10 Euro im Handel. Durch einen schwach beleuchteten Raum und stimmungsvolle Musik im Hintergrund kann das Spiel in der Intensität gesteigert werden. Gerade wenn man einen großen Freundes- oder Familienkreis hat, der Gesellschaftsspiele mag, ist dieses Spiel sehr empfehlenswert.

Letzte Änderung amSonntag, 20 August 2017 13:48
Thomas Heuer

Medienwissenschaftler M.A., Multimedia Production B.A., Horrorforscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

 

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„Die Normalsten sind die Kränkesten. Und die Kranken sind die Gesündesten. Das klingt geistreich oder vielleicht zugespitzt. Aber es ist mir ganz ernst damit, es ist nicht eine witzige Formel. Der Mensch, der krank ist, der zeigt, daß bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, daß sie in Konflikt kommen mit den Mustern der Kultur und daß sie dadurch, durch diese Friktion, Symptome erzeugen. […] sehr viele Menschen, das heißt, die Normalen, sind so angepaßt, die haben so alles, was ihr eigen ist, verlassen, die sind so entfremdet, so instrumente-, so roboterhaft geworden, daß sie schon gar keinen Konflikt mehr empfinden.“

– Erich Fromm