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Das Fantasy Filmfest 2017 zeigt Schauriges, Phantastisches, Spannendes

Festivalplakat (Ausschnitt, neu arrangiert) Rosebud Entertainment Festivalplakat (Ausschnitt, neu arrangiert)

Das Fantasy Filmfest geht in die 31. Runde. In sieben Städten sind über 50 internationale Filme aus Genres wie Phantastik, Horror und Science-Fiction zu sehen.

Veranstaltungstipp

Das Fantasy Filmfest ist ein besonderes und nun schon alteingesessenes Festival mit einem internationalen Filmprogramm, das zeitversetzt in sieben Städten Deutschlands gezeigt wird. Vom 06. September bis zum 1. Oktober werden in München, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und Nürnberg jeweils 11 Tage lang über 50 Filme aus den Genres Phantastik, Horror, Science-Fiction, Schwarze Komödie, Thriller, Arthaus und Anime gezeigt. Nach sechs Festivals, die wir als Dauerkarteninhaber vom ersten bis zum letzten Film miterleben durften, kann unsere Redaktion, ohne zu übertreiben, bestätigen: Filme, die auf diesem Festival laufen, sind meist etwas Besonderes. Nur ganz selten schleicht sich ein Film dazwischen, der nicht so recht überzeugen kann, aber insgesamt ist das Festival eine Auszeichnung für jeden Film, der dort gezeigt wird. Entsprechend drucken Verleihe, wenn möglich, das Festival-Logo auf die Cover ihrer Filme. Denn es steht für erzählerische und ästhetische Qualität. Filme aus dem Festivalprogramm sind oft anders als die Filme, die man so kennt. Schon gar nicht sind sie wie Mainstream-Filme, auch wenn viele gar nicht sperrig sind, sondern äußerst unterhaltsam und leicht zugänglich. Dennoch haben sie etwas Eigenes, das sich nur schwer beschreiben lässt, weil es stark variieren kann, die Filme aber oft einzigartig macht. Über sich selbst schreibt das Festival:

„Fantasy steht hier nicht für Drachen, Feen und verwunschene Wälder, sondern für Fantasie, Innovation und Skurrilität. Filme, die aus der Reihe tanzen, auffallen, fordern und überfordern, mit Konventionen brechen, provozieren und vor allem Filme, die einfach fantastisch sind.“

Wer sich für das Phantastische und Schreckliche, aber auch das Spannungsgeladene und Komische interessiert, kann mit einem Besuch des Fantasy Filmfestes nichts falsch machen und Filme aus aller Welt im Originalton erleben (meist mit Untertiteln, es sei denn, sie sind englischsprachig). Viele dieser Filme werden es kein zweites Mal in deutsche Kinos schaffen, obwohl sie es verdient hätten. Wenn alles gut geht und sich ein Verleih findet, sind sie auf dem deutschen Markt zumindest als Blu-Rays oder DVDs zu finden. Nach eigenen Angaben ist es oft das Festival selbst gewesen, das diese Schnittstelle zwischen internationalen Weltvertrieben, Produzenten und deutschen Filmverleihern hergestellt hat. Neben solchen ‚verborgenen‘ Filmen des Independent-Kinos kann das Fantasy Filmfest aber auch Welt- und Deutschlandpremieren von mittlerweile weitläufig bekannten Filmen vorweisen, unter anderem von Scream, Sin City, Scary Movie, Das Schweigen der Lämmer, The Blair Witch Project oder Final Destination.

Dieses Jahr geht das Festival bereits in die 31. Runde. Erstmals öffnete es seine Pforten 1987. Damals war es noch ein Punkkonzert mit Filmvorführungen in Hamburg. Aufgrund der positiven Resonanz folgte im Jahr darauf ein ausgebautes Filmprogramm, bald verschwand der Musikteil und das Festival weitete sich über die Jahre auf andere Städte aus.

Über das diesjährige Filmprogramm informiert man sich am besten direkt auf der offiziellen Website des Fantasy Filmfestes.

Preview zum Fantasy Filmfest

Im Vorwege konnten wir uns bereits vier Filme des diesjährigen Programms anschauen, die hier nach und nach verlinkt werden. Teil dieses kleinen Previews sind die Filme Audition und Lesson of the Evil von Takashi Miike aus den Jahren 1999 und 2012, die zu Ehren des japanischen Regisseurs gezeigt werden, sowie The Autopsy of Jane Doe von André Øvredal und Colossal von Nacho Vigalondo. Darüber hinaus haben wir mittlerweile einen thematischen Dauerschwerpunkt zum Fantasy Filmfest eingerichtet, indem wir unsere Eindrücke, Berichte und vor allem Rezensionen zum Festival sammeln. Dort sind zudem all unsere Besprechungen zu Filmen zu finden, die auf früheren Fantasy Filmfesten gelaufen sind – ein wahrer Fundus an interessanten Filmen.

Natürlich werden wir auch dieses Jahr vom 13. bis zum 24. September in Berlin vor Ort sein und regelmäßig von dort berichten.

Letzte Änderung amMittwoch, 06 September 2017 09:09
André Vollmer

Schriftsteller, Philologe und Journalist (Germanistik & Skandinavistik, M.A.)

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„If Pac-Man had affected us as kids, we'd all be running around in dark rooms, munching pills and listening to repetitive electronic music.“

Marcus Brigstocke