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Gaming

„The Witcher 3: Wild Hunt“ ist nicht das letzte Game dieser Marke

Kürzlich wurde der finale Teil der Witcher-Trilogie, The Witcher 3: Wild Hunt, von den Entwicklern CD Projekt Red vorgestellt. Bisher dachten Gamer und Fachpresse, dass dies das letzte Spiel aus der Fantasy-Welt des Autors Andrzej Sapkowski sein würde. Das soll laut Adam Kicinski, dem CEO des polnischen Entwickler-Teams, ein Missverständnis gewesen sein. Zwar werde Wild Hunt die Trilogie 2014 beenden. Das hieße aber nicht, dass die ‚Marke‘ nicht weiterbestünde und neue Spiele dafür entwickelt würden.

In Wild Hunt wird der Hexer Geralt all seine Erinnerungen wiedergefunden haben und sich nicht mehr auf die Seite einer einzigen Fraktion stellen. Im Fokus soll die Monsterjagd stehen, und zwar mit all dem dafür notwendigen Gameplay:

  • Je nach Wissensstand über einzelne Wesen soll man diese besser bekämpfen können. Damit wird die Recherche vor dem Kampf noch wichtiger.
  • Neben der Informationsbeschaffung sind auch Tageszeit und Ort ein Faktor dafür, ob der Spieler auf die Ungetüme trifft oder nicht.
  • Bossgegner werden nun nicht mehr statischen Handlungsabläufen folgen, sondern freier agieren auf Basis einer verbesserten KI.
  • Aus den Überresten der Monster lassen sich Objekte herstellen.
  • Der dritte Teil hat ein Open-World-Setting. Die Entwickler geben an, dass die begehbare Welt 20 Prozent größer ist als bei Elder Scrolls 5: Skyrim. Ein Fußmarsch von Norden nach Süden soll allein 40 Minuten dauern.

Es bleibt abzuwarten, ob CD Projekt Red hier dem Begehren der Spieler zu sehr nachgibt und damit zwar ein tolles Gameplay à la Monster Hunter entwickelt, im Gegenzug aber die bisher großartige Story vernachlässigt. ‚Qualität statt Quantität‘ schien mir bisher das Motto der Entwickler zu sein, was den anspruchsvollen Fantasy-Romanen Sapkowskis durchaus gerecht wurde. Nur wenn CD Projekt Red dieser Linie treu bleibt, kann das Studio seinem Konkurrenten Bethesda und dessen Elder-Scrolls-Titeln die Show stehlen. Denn an einer durchweg guten Geschichte hat es diesen Spielen immer gemangelt. Wenn man aber auf Game Informer liest, dass es wieder politische Zwiste und andere Bedrohungen geben wird, bei denen der Spieler schwierige Entscheidungen treffen muss, dann sind diese Befürchtungen vielleicht ganz unbegründet.

via pcgames und gameinformer

Letzte Änderung amMontag, 04 September 2017 09:11
André Vollmer

Schriftsteller, Kritiker und Gründer von Mellowdramatix; Studierter (Literatur- und Sprachwissenschaft, M.A.); am Meer geboren. Auf Twitter als er selbst: @avllmr.

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Helmut Schmidt im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo (2012) im Zeit Magazin Nr. 17 vom 19.04.2012, S. 57