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Forschungsartikel

Skandalist Sarrazin

Buchcover, rechts daneben: Thilo Sarrazin Cover: DVA | Bild: Wikicommons Buchcover, rechts daneben: Thilo Sarrazin

Vor nicht einmal zwei Jahren sorgte Thilo Sarrazin mit seinem Buch Deutschland schafft sich ab für Aufsehen. Dabei nutzte Sarrazin geschickt die Medien für die Vermarktung seines Buches. Allerdings nutzte die Medienlandschaft ebenfalls den von Sarrazin erzeugten Skandal, um im Gegenzug die Quoten zu erhöhen. Da Sarrazin mit seinem neuen Buch nun wieder durch die Medien wandert, erscheint es an der Zeit eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Thema „Medienkampagne Sarrazin“ zu veröffentlichen, die uns bereits seit einiger Zeit vorliegt.

Was ist die Medienkampagne Sarrazin?

Mit seinem Buch Deutschland schafft sich ab, das zum Bestseller wurde, gelang Thilo Sarrazin ein großer wirtschaftlicher Erfolg. Das Buch befand sich bereits im November 2010, also im Erscheinungsjahr, in der 14. Auflage (Die Zeit, 18.11.2010) Mit den kontroversen Inhalten seines Werkes gelang es Thilo Sarrazin, einen Skandal auszulösen, der in aller Munde war und nicht nur die Tagespresse, sondern auch das Internet und viele politische Talkshows im deutschen Fernsehen mitbestimmte. Das geschah, obwohl Sarrazin sowohl Skandale als auch Sensationsjournalismus, ebenso wie die Medienlandschaft in seinem Buch verurteilt (Sarrazin, 2010, S. 8). Sarrazin gelang es durch den „Skandal“, den er mit seinem Buch auslöste, einige Zustimmung im Volk zu finden.

Noch vor der Veröffentlichung des Buches wurde es transmedial diskutiert und auf diese Weise überaus präsent. Mit dieser Strategie nutzt Sarrazin mehrere Elemente der heutigen Medienlandschaft, welche er in seinem Buch verurteilt. Die vorliegende Arbeit soll sich mit dem Phänomen Sarrazin in der Medienlandschaft beschäftigen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Auftritte von Thilo Sarrazin bei Beckmann am 30. August 2010 und Hart aber fair am 01. September 2010 legen. Sein Buch erschien am 30. August 2010. Ist es Thilo Sarrazin gelungen, die Medien zu nutzen, um sein Werk zu vermarkten oder wurde ihm eine Präsenz zuteil, die sein Werk verdient?

Fest steht, dass der Skandal um Deutschland schafft sich ab sowohl für Sarrazin als Vermarktungselement gedient haben dürfte, wie auch in den Printmedien für Schlagzeilen bis in den Januar 2011 hinein mit Ehefrau Sarrazin sorgte. Ferner brachte Sarrazins Präsenz im Fernsehen zusätzliche Zuschauer. Die Diskussion war allgegenwärtig.

 

Weiter in Medienkampagne Sarrazin, Thomas Heuer, Berlin 2011 (PDF).

 

Bilderquelle: wikipedia

Zitate aus dem Text sind mit Quellen innerhalb der Arbeit belegt.

Letzte Änderung amFreitag, 18 August 2017 16:44
Thomas Heuer

Medienwissenschaftler M.A., Multimedia Production B.A., Horrorforscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

 

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Unter anderem auch das . . .

„Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt.“

– Wikipedia