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Forschungsartikel

Internationale Kinoproduktionen

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Zersplitterung der Branche, Zukunft durch Koproduktionen? Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Positionierung von Constantin Film im internationalen Markt.

Im internationalen Kinomarkt hat der US-Film die Nase vorn. Allerdings haben auch Produktionen und Produktionsfirmen aus anderen Ländern ein Interesse daran, ein Stück des Kuchens zu ergattern. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Positionierung von Constantin Film im internationalen Markt. Dabei wird ein Vergleich mit anderen europäischen Produktionsfirmen wie Working Title genutzt. Erneut hat uns Medienwissenschaftler Thomas Heuer eine seiner Arbeiten zur Verfügung gestellt.

Der internationale Kinomarkt erscheint heutzutage sehr diffus. Gibt es auch einige große Player (Time Warner, Universal, Walt Disney, 20th Century Fox), befindet sich der Markt scheinbar in Aufruhr, nicht zuletzt durch den Untergang von MGM und den Aufstieg von Lionsgate. Diese Angaben beziehen sich jedoch lediglich auf die großen Studios und Produktionsfirmen in Hollywood. Betrachtet man den asiatischen Markt, finden sich auch dort einige große Produktionsfirmen, wie Toei Production in Japan oder Bazelevs Production in Russland. Mit der Betrachtung von Russland ist der Schritt nach Europa notwendig. In Europa haben in den letzen Jahren vor allem die Produktionsfirmen Working Title Films und die beiden deutschen Unternehmen X-Filme Creative Pool und Constantin Film auf sich aufmerksam gemacht, zumindest unter Berücksichtigung international erfolgreicher Filmproduktionen.

Die vorliegende Arbeit wird sich im Speziellen mit Constantin Film im internationalen Kinoproduktionsmarkt beschäftigen. Mit dem plötzlichen Tod Bernd Eichingers am 21. Januar 2011 steuert Constantin Film auf den ersten Blick einer unklaren Zukunft entgegen. Bernd Eichinger war die Gallionsfigur von Constantin Film. Er polarisierte, dies zeigt beispielsweise folgendes Zitat:

„Als Eichinger noch lebte, haben viele in seiner Branche verächtlich über ihn gesprochen. Ein Geldtyp, der mit Kunst nichts am Hut hat, ein Lieferant von Konfektionsware. Bei Leuten wie Ihnen oder wie Eichinger muss man sich einfach nur eine Sekunde lang vorstellen, dass sie tot sind. Dann sieht man vieles klarer.“ (Martenstein, 2011)

Deutschland verliert seinen einflussreichsten Filmproduzenten (Kruttschnitt 2011). Eichinger produzierte sowohl Filme für den deutschen, wie auch für den internationalen Markt. Er machte sich als Produzent international einen Namen mit der Verfilmung von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose (1986). Dieser Film war bereits eine Co-Produktion einiger europäischer Geldgeber (imdb.com).

 

Weiter in Internationale Kinoproduktionen: Zersplitterung der Branche, Zukunft nur noch durch Koproduktionen?, Thomas Heuer, Berlin 2011 (PDF).

Letzte Änderung amFreitag, 18 August 2017 16:52
Thomas Heuer

Medienwissenschaftler M.A., Multimedia Production B.A., Horrorforscher, Fotograf, Filmemacher, Journalist, Gamer

 

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