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Fantastik-Film

In Kürze: „TAG“ von Sion Sono

Abgedreht und komplex, blutig und poetisch, verrückt und genial. Wortpaare, die TAG beschreiben. Ein Film über eine japanische Schülerin in einer Zeitschleife.

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„Under the Skin“ von Jonathan Glazer

 Die Andersartigkeit in Menschengestalt

Ein Alien hat sich im Körper einer Frau (Scarlett Johansson) eingenistet. Nun fährt sie mit einem Lieferwagen durch die Straßen in und um Glasgow, um Beute zu machen. Das Alien ist zweifellos ein Jäger, allerdings vollkommen anders inszeniert, als man es aus anderen Sci-Fi-Geschichten wie beispielsweise Alien oder Predator kennt. Das Monster in attraktiver Frauengestalt erscheint auf den ersten Blick menschlich, doch in emotional geprägten Momenten stößt die Kreatur immer wieder an ihre Grenzen. Dennoch gelingt es dem Alien Beute zu machen. Alleinstehende Männer werden in der Aussicht auf schnellen Sex angelockt und enden in einem schwarzen Schleim, in dem diese als Brennstoffe eingelagert werden. Bei der Darstellung der Jagd lässt sich der Film Zeit und inszeniert die Veränderung eines Aliens, das zunehmend emotionale Bindungen zu den Menschen entwickelt. So entsteht ein Blick auf die Menschen durch die Augen eines Fremden, eine zweifellos intensive Erfahrung für den Betrachter.

„The Body" von Oriol Paulo

Ein komplexer Crime-Thriller

Die Spanier machen es einem wirklich leicht ihre Filme zu mögen. In den letzten Jahren waren sie eigentlich immer mit Werken beim FFF und den Nights vertreten. Nach Kidnapped und Sleep Tight kommt nun der nächste heftige Thriller von dort: The Body. Ein Nachtwächter flieht aus dem Leichenschauhaus, als ob der Teufel hinter ihm her wäre. Seine Flucht endet abrupt, als ein Auto seinen Weg kreuzt. Die Leiche einer Frau verschwindet aus der Gerichtsmedizin, bevor die Autopsie durchgeführt werden konnte. Solange diese nicht durchgeführt wurde, gilt die Todesursache als unnatürlich und somit ist der Ex-Ehemann Álex Ulloa (Hugo Silva) der erste Verdächtige für Kommissar Jaime Peña (José Coronado).

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FFF2013 Opening Night: „The Congress" von Ari Folman

Ari Folman ist zu Gast in Berlin. Die Deutschland-Premiere von seinem neuesten Film The Congress sorgt für ein ausverkauftes Haus im Berliner Cinemaxx. Der gut aufgelegte Golden Globe Gewinner wirkt entspannt und bittet vor Filmbeginn darum, dass die Zuschauer doch bitte nichts auf die Rezensionen über den Film geben und sich einfach von dem Film mitreißen lassen sollen. Das sind ungewöhnliche Worte für einen Regisseur, der seinen neuesten Film präsentiert. Tatsächlich ist die Empfehlung, sich einfach fallen und die fantastische Geschichte auf sich wirken zu lassen, eine wirklich gute. So vergehen die 122 Minuten des Films wahrlich im Flug. Ari Folman steht im Anschluss noch zum Q&A bereit und gibt nach der Vorstellung Autogramme.

Der heftige DVD-Tipp: High Tension

High_Tension_TeaserDer extreme französische Film als Maßstab

Vielen wird Regisseur Alexandre Aja bekannt sein. Am ehesten durch die Remakes, bei denen er Regie führte. Mit The Hills Have Eyes und Mirrors machte er 2006 bzw. 2008 international auf sich aufmerksam. Der Franzose hat jedoch bereits 2003 einen Film hervorgebracht, der als ein Glanzpunkt oder Geniestreich des extremen Horrorfilms gelten müsste, es jedoch leider nicht tut. High Tension wird leider oft sehr stark abstrahiert betrachtet. Die meisten journalistischen Arbeiten stören sich an der überaus expliziten Gewaltdarstellung, die auch dazu führt, dass der Film in Deutschland nur gekürzt erhältlich ist. In dieser Form kann man den Film nicht als das ausdrucksstarke, wenn auch brutale Meisterwerk sehen, das dieser Film ist...

 

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"Games introduced us to a symbiotic relationship with machines that we took for granted."

(aus Gordon Calleja (2011) In-Game, S.2)

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