HdR-Fanfilme: Born of Hope und The Hunt for Gollum

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Professionelle Amateure: Der Fanfilm um Arathorn, Aragorns Vater, kann sich sehen lassen

Kate Madison produzierte, führte Regie und schauspielerte in „Born of Hope“. Das Multitalent erzählt in ihrem Film die Geschichte der Dúnedain, dem königlichen Geschlechte, welchem auch Aragorn entsprungen ist, noch bevor die Ringkriege und damit die Handlung „des Herrn der Ringe“ einsetzt. Das Zentrum der Handlung sind Aragorns Eltern, Arathorn und Gilraen, die einen fast ohnmächtigen Kampf gegen die Orkstreitmächte Saurons ausfechten müssen, wollen sie ihr Volk vor der Vernichtung retten. Inspiriert wurde der Film durch die Anhänge der Herr-der-Ringe-Romane. Unter dem Namen Alex K. Aldridge wurde das Drehbuch geschrieben, was allerdings Wikipedia zufolge nur ein Pseudonym ist. Tatsächliche Drehbuchautorin ist demnach Paula DiSante.

 

          

Der Trailer zu „Born of Hope“

 

Für einen Fanfilm hat die Produktion eine ambitionierte Länge von einer Stunde elf Minuten. Paula DiSante (a.k.a. Alex K. Aldridge?) legt den Schwerpunkt der Handlung auf die Beziehung zwischen Arathorn und Gilraen, sodass der Film insgesamt stark an die romantischen Szenen zwischen Aragorn und Arwen aus dem Original erinnert. Es wäre verfehlt, „Born of Hope“ als Romanze abzustempeln, doch der Einschlag ist unverkennbar, zumal jene Rolle, die Kate Madison selbst spielt, die einer Kriegerin ist, welche auch noch unglücklich in Arathorn verliebt ist. Elgarain ist der Name dieser Frau, die für Arathorn nur eine gute Gefährtin und Ziehtochter ist. So entwickelt sich eine Dreiecksbeziehung, die in heroischer Höhe diskutiert wird. Arathorn und Gilrean verlieben sich und Elgarain tritt großmütig zurück, verschweigt ihre Gefühle. Nur Dírhaborn ahnt etwas von Elgarains Gefühlen und spricht sie darauf an. Dírhaborn ist mit der Kriegerin aufgewachsen, kümmerte sich von klein auf um sie. Er empfindet mehr als nur Freundschaft für Elgarain. Das Dreieck wird zu einem Quadrat. Unterbrochen wird das Heldendrama von Arathorns Erkundungstouren und Angriffen der Orks, die schließlich zum Finale führen.

 

Die Kampfchoreographien können sich sehen lassen, genauso wie die Orks, die fast so scheußlich wie im Original anzusehen sind. Die Kostüme wurden wirklich mit der Liebe von echten Fans nachgebildet. Ebenso beeindruckend ist die Schauspielleistung. Einfach unglaublich aufwändig, was von einem Fanfilm zunächst nicht zu erwarten ist, da es sich dabei meist um Low-Budget- oder noch öfter um No-Budget-Produktionen handelt. Hier aber standen laut Wikipedia immerhin 25.000 £ zur Verfügung, von denen 9.000 £ private Ersparnisse von Kate Madison waren. Sechs Jahre habe es gebraucht, den Film zu vollenden, wobei die Hauptdreharbeiten allerdings erst 2008 begannen. 2009 feierte „Born of Hope“ Premiere beim RingCon.

 

„The Hunt for Gollum“

Da ist noch ein zweiter Fanfilm, der mit Kate Madison in Verbindung steht. Dieser halbstündige Fanfilm heißt „The Hunt for Gollum“ und ist eine Schwesterproduktion, bei der die Regisseurin mit Hand anlegte und das Team von „Independent Online Cinema“ tatkräftig unterstützte. Die Handlung des Films beginnt etwa 75 Jahre nach „Born of Hope“ und folgt den Erben Isildurs, die nach Gollum fahnden, um mehr über den Ring zu erfahren und so den zukünftigen Ringträger zu schützen. Protagonist ist Aragorn. Aber auch Gandalf hat eine Gastrolle. Und das Schöne ist: Die Achillesferse des Fanfilms, niemals die Originalschauspieler haben zu können, wurde durch Schauspieler cachiert, die den Originalen sehr nahe kommen.

 

Der Trailer zu „The Hunt for Gollum“

 

Diverse Links:

Die Webseite von „Born of Hope“: www.bornofhope.com/Welcome.html

Hier geht es direkt zum Film: www.bornofhope.com/Watch.html

Freier Download des Soundtracks: http://www.bornofhope.com/Soundtrack.html

 

Die Webseite von „The Hunt for Gollum“: www.thehuntforgollum.com/

Hier geht es ohne Umwege zum Film: www.thehuntforgollum.com/watchfilm.htm

Freier Download des Soundtracks: http://www.thehuntforgollum.com/soundtrack.htm (Notiz: Bei mir war der Download erst durch ‚Rechtsklick und Verlinkten Inhalt speichern’ möglich, 28.06.10)

 

(edward)

Letzte Änderung am Samstag, 23 Februar 2013 23:42
André Vollmer

Schriftsteller, Philologe und Journalist (Germanistik & Skandinavistik, M.A.)

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